Heike hat geschrieben:
Da sträuben sich mir die Nackenhaare!
Vielleicht hilft diese kleine, noch endlos fortzusetzende, Auflistung ja weiter:
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A3 ... ntent.htmlhttp://de.euronews.net/2010/03/05/gleic ... -und-mann/http://www.zeit.de/2008/11/Frauen-Verdienstehttp://www.boeckler.de/32014_73651.html?suche=1http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... enner.htmlIn Deutschland beträgt der Unterschied zwischen den Gehältern von Männern und Frauen 23,2 %. Belgien steht da entschieden besser da. Dort beträgt der Unterschied "nur" 9%. Natürlich 23,2 bzw. 9% mehr Gehalt für Männer.
Heike
Was willst du mir mit diesen Artikeln sagen?
Das Feministinnen sich einen Dreck um Tatsachen scheren, so lange es ihnen nutzt?
Im Übrigen wird inzwischen sogar vom Frauenministerium offiziell zugegeben, dass die Zahl von 23% Gehaltsunterschied nicht stimmt. Hindert die Feministinnen aber nicht daran sie permanent zu wiederholen.
Wenn du schon den Gehaltsabstand zwischen Männern und Frauen zitierst, dann solltest du diese Zahl aber wenigstens auch verstehen.
Kleine Nachhilfe:
Sie beschreibt den Unterschied in der Gehaltssumme ALLER Frauen im Vergleich zu ALLEN Männern.
D.h. faktisch nichts anderes als das hier das Gehalt einer Einzelhandelskauffrau mit dem der Gebrüder ALDI verglichen wird. Welchen Aussagewert hat bitte eine solche Zahl? Ich würde sagen Null.
Selbst wenn man die Statistik des Statistischen Bundesamtes zu Grunde legt, welche 6 Leistungsklassen unterscheidet, wird es nicht besser!
Denn da werden in der obersten Klasse Führungsfunktionen miteinander verglichen. Heißt praktisch, dass dort die Leiterin des Altenheimes mit dem CEO von Daimler, Deutsche Bank oder Siemens verglichen wird. Und dann sind alle plötzlich überrascht, wenn der CEO mehr verdient als die Leiterin des Altenheimes. Tolle Überraschung...
Das gleich, wenn nach Bildungsabschlüssen gegliedert wird. Da wird dann die Germanistin mit einem Elektroingenieur verglichen und man wundert sich, warum der Elektroingenieur mehr verdient.
Bei Unterschlagung dieses kleinen aber wichtigen Details kann man dann wunderbar gegen die angebliche Benachteiligung von Frauen polemisieren.
Wenn man sich dem Thema überhaupt sinnvoll nähren will, dann muss man untersuchen, ob es eine individuelle Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern in identischer Funktion und Aufgabe gibt. Da haben verschiedene Studien gezeigt, dass dem nicht so ist.
Sowieso sind die allermeisten Arbeitsverträge von den Gewerkschaften ausgehandelt. Da gibt es überhaupt keine Möglichkeit Frauen willkürlich schlechter zu bezahlen. Aber wenn der Mann mehr Überstunden macht, dann hat er natürlich am Ende mehr Geld. übrigens springt die Zahl der Überstunden sofort dann nach oben, wenn sie Vater werden und die Frau deshalb ihren Beruf aufgibt. Einer muss schließlich das Geld ranschaffen!
Im Außertariflichenbereich hat Prof. Sonja Bischof in 4 großen Studien nachgewiesen, dass Frauen eben risikoscheuer den fixen Gehaltsbestandteil verhandeln und Männer risikoreich den Variablen. Dann hängt es schlicht davon ab, wie die Konjunktur gerade läuft, wer da dann mehr verdient. Ich bin mir sicher, dass die männlichen Banker im letzten Jahr erheblich weniger verdient haben als ihre weiblichen Kolleginnen.
Frau Bischof hat auch nachgewiesen, dass Frauen von ihrer Motivation her keinerlei Interesse an einer Karriere haben.
http://www.zeit.de/2005/10/W_TopmanagementAlles nachzulesen in "Wer führt in die Zukunft?", Prof. Sonja Bischoff, 2003
Die Frau bezeichnet sich übrigens selber als Feministin!
Ich wollte ein wunderbares Redezitat von Renate Schmidt, Frauenministerin a.D. einfügen, aber leider wurde es von der Seite des Frauenministeriums entfernt.
Ansonsten empfehle ich einmal das Buch "Why men earn more" Warren Farrell
Denn je detaillierter man schaut und die Tätigkeiten vergleicht, desto auffallender werden die Unterschiede in der Tätigkeit und den damit verbundenen Entgelten. Vortrag zu Thema von ihm:
http://www.cato.org/event.php?eventid=1834Das der Unterschied in Belgien geringer ist liegt zum einen daran, dass hier die Frauen wesentlich häufiger Berufstätig sind und wenn dann auch meist Vollzeit arbeiten ohne wesentliche Berufsunterbrechungen. Der Grund hierfür ist die wirtschaftliche Situation der Familien in Belgien, wo es fast ausgeschlossen ist mit einem einzigen Gehalt über die Runden zu kommen.
Zum anderen können auch die Männer aufgrund des Steuersystems wesentlich weniger verdienen, insbesondere im Spitzenbereich. Dies führt dann statistisch dazu, dass der Lohnunterschied der Gesamtheit der Frauen und Männer geringer ausfällt. Besser geht es deshalb weder Frauen noch Männern.
Wenn man also mal genauer hinschaut, dann ist der gender pay gap ein recht eindeutiger Indikator für die wirtschaftliche Situation der Familien in einem Land. Denn dort wo die Frauen es sich erlauben können auf ein eigenes Gehalt zu verzichten, dort tun sie es auch und um so stärker wählen sie Berufe, welche keinen hohen Lohn erbringen, aber den eigenen Neigungen entsprechen. Ein hoher GPG steht also für den Reichtum einer Gesellschaft, da er Auskunft darüber gibt, in welchem Maß die Männer in der Lage sind eine Familie alleine zu ernähren.